Nach 2010 gibt es nun einen weiteren Streich vom Autor des Investment Punk. Gerald Hörhan will uns mit dem neuen Buch zeigen “wie euch die Zukunft gestohlen wird und was ihr dagegen tun könnt”.
Der ehemalige McKinsey Berater und JP Morgan Banker nimmt sich in Gegengift der Jugend an und räumt gnadenlos auf mit dem Lebensstil und der ökonomischen Blindheit seiner Generation auf. Man lebt so vor sich hin, ist gemütlich geworden und desinteressiert. Hauptsache wenig Arbeit, viel Geld, Wohlstand und Lebensqualität – man ist einfach an alles gewöhnt und meint, dass es so immer weitergehen muss. Die Eurokrise und unausweichliche Überalterung der Gesellschaft sorgt aber dafür, dass man sich sehr wohl um seine Zukunft kümmern muss.
Hörhan empfiehlt den Mittzwanzigern vor allem, politische Macht durch wirtschaftlichen Erfolg aufzubauen: Denn nur wenn man wirtschaftliches Gewicht hat, kann man mitreden. Das schafft man am ehesten durch die Gründung eines eigenen Unternehmens. Aber auch für alle, die als Angestellte arbeiten, hält der Punk einige Tipps bereit: Man sollte in jedem Fall viel Sparen und Investieren. Am besten in Immobilien, die man selbst vermietet, oder eben in Aktien, Anleihen, Fonds oder direkt Firmenbeteiligungen. Zumindest an dieser Stelle liest sich das Buch dann wieder, wie der Vorgänger. Das ist aber nicht unbedingt schlecht sondern hat mir sogar ganz gut gefallen.
Alles in allem ist das Buch schon sein Geld wert. Nett ist auch, wie Hörhan gewohnt lustig gegen alles und jeden wettert. Als Therapie gegen Burnout empfiehlt er zum Beispiel einen “kräftigen Tritt in den Hintern”. Na denn.
Thematisch ist das Buch derzeit sehr passend und ein Autor wie Hörhan fehlt bisher im deutschsprachigen Raum noch. Daher gibts eine Kaufempfehlung für “Gegengift”.






